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FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Feuerwehr

 

Hin und wieder stellen Bürger und "Nicht-Feuerwehrangehörige" Fragen über die Arbeit der Feuerwehr. Sollten auch Sie sich manchmal fragen, warum die Feuerwehr jetzt dies oder jenes macht, dann haben wir hier hoffentlich einige Antworten.

Sollten Sie dennoch Fragen rund um das Thema Feuerwehr haben, zögern Sie nicht, uns zu schreiben oder anzurufen!

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  • Warum fahren so viele Feuerwehrfahrzeuge zum Einsatzort?

    Die Anzahl der eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge richtet sich grundsätzlich nach der Alarmmeldung. Um keine wertvolle Zeit für Nachalarmierungen zu vergeuden, geht man immer erstmal vom größten Ausmaß aus. Da sich der Umfang eines Einsatzes oft erst an der Einsatzstelle feststellen lässt, kann es sein, dass mehr Einsatzfahrzeuge und -kräfte an der Einsatzstelle sind, als benötigt werden. Solange das genaue Ausmaß des Einsatzes noch nicht klar ist, fahren alle eventuell benötigten Fahrzeuge die Einsatzstelle an, um im Bedarfsfall sofort eingesetzt werden zu können.
  • Warum fährt die Feuerwehr auch nachts mit Martinshorn?

    Viele Autofahrer fahren nachts schneller und weniger aufmerksam als am Tag. Damit steigt generell das Unfallrisiko. Die Feuerwehr ist gesetzlich nach der Straßenverkehrsordnung verpflichtet, anderen Verkehrsteilnehmer kenntlich zu machen, dass sie sich auf einer Einsatzfahrt befindet. Nur mit Martinshorn und Blaulicht hat die Feuerwehr Wegerechte.
  • Wie verhalte ich mich, wenn sich ein Fahrzeug mit Sondersignal nähert?

    Die oberste Regel heißt "Platz machen"! Dies bedeutet aber nicht immer sofortiges Anhalten. Manchmal ist es sinnvoller, ein paar Meter zügig weiterzufahren, als in einer Engstelle oder einer Kurve stehen zu bleiben.
  • Warum blockiert die Feuerwehr immer die ganze Straße?

    Die Sicherung der Straße ist ein Schutz für die Feuerwehleute vor dem fließenden Verkehr. Sie können sich gefahrloser bewegen, um schnell Gerätschaften aus dem Feuerwehrfahrzeug zu entnehmen. Außerdem brauchen einige Feuerwehrfahrzeuge auch in der Breite mehr Platz, um arbeiten zu können, z.B. die Drehleiter. Generell regeln nicht Feuerwehrleute den Verkehr, dies ist Aufgabe der Polizei, sie sichert lediglich ihren Einsatzraum.
  • Warum arbeitet oft nur ein Teil der Feuerwehrleute und nicht alle?

    In den Anfangsphasen eines Einsatzes braucht man oft eine große Anzahl an Einsatzkräften, um Gerätschaften in Stellung zu bringen und Schlauchleitungen zu verlegen. In der Endphase, wenn es um Rückbau- und Aufräumarbeiten geht, werden ebenfalls wieder alle Einsatzkräfte benötigt. Außerdem hat jeder Platz auf dem Fahrzeug eine bestimmte Aufgabe und die Einsatzkräfte werden nur entsprechend ihrer "vorgegebenen" Aufgabe eingesetzt. Gibt es für ein Fahrzeug also keinen Auftrag, verbleiben die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle in Bereitschaft.
  • Wie erlebt es ein Feuerwehrmann, wenn er ins Feuer geht?

    Die Ausrüstung eines Feuerwehrmannes, der "ins Feuer geht", wiegt ca. 25 kg. In einem Innenangriff kann er sich oft nur kriechend fortbewegen, weil die Sicht durch Brandrauch extrem eingeschränkt ist, was im Klartext heißt, dassman im wahrsten Sinne des Wortes die Hand nicht vor Augen sieht. Deshalb kann sich der Feuerwehrmann seine Umgebung nur noch durch die übrigen Sinne vorstellen. Seinen Weg, z.B. durch eine unbekannte Wohnung, kann er sich nur ertasten. Des Weiteren muss er einen mit Wasser gefüllten Schlauch hinter sich herziehen. Die Feuerschutzkleidung, die übrigens auch im Hochsommer zu tragen ist und vor übermäßiger Wärmeeinwirkung schützen soll, ist so ausgelegt, dass man selbst bei Minustemperaturen und leichter Tätigkeit ins Schwitzen kommen kann. Dazu kommt, dass gerade bei Zimmerbränden in Bodennähe Temperaturen bis 200º C durchausrealistisch sind.
  • Hat ein Feuerwehrmann Angst?

    Sicherlich hat ein Feuerwehrmann auch Angst. Die Angst darf allerdings nicht so weit gehen, dass sich daraus eine Panik (Fehlverhalten) ergibt. Der Feuerwehrmann wird auf Extremsituationen geschult. Er muss wissen, was er im Gefahrenfalle zu tun hat. Da die Einsatzsituationen eines Feuerwehrmannes jedoch unendlich sind, kann eine umfassende Schulung auf alle Situationen nicht erfolgen. Deshalb muss der Feuerwehrangehörige immer die Grundregeln beherrschen, damit er auch im Extremfall sich und andere Retten kann.
  • Bekommt ein freiwilliger Feuerwehrmann für seine Arbeit Geld?

    Geld bekommt ein Feuerwehrmann für Einsätze und Übungen keines, er ist ehrenamtlich tätig! Besser als Geld ist jedoch das gute Gefühl, Menschen geholfen zu haben. Sollten ihm jedoch Auslagen durch seine Tätigkeit entstehen (Verdienstausfall, beschädigte Privatgegenstände), werden diese natürlich erstattet.
  • Warum dauert eine Personenrettung aus einem verunfallten PKW solange?

    Crash-Rettungen, also das schnelle Herausholen einer verletzten Person ohne besondere Rücksicht auf den Verletzten kommen heute nur noch in Notfällen vor (z. B. brennendes Fahrzeug). Heute steht die verletztenorientierte Rettung im Vordergrund, um das Unfallopfer nicht noch mehr zu schädigen. Hierbei bilden Feuerwehr und Rettungsdienst ein Team, welches unter der Leitung der Feuerwehr steht. Crash-Rettungen, also das schnelle Herausholen einer verletzten Person ohne besondere Rücksicht auf den Verletzten, kommen heute nur noch in Notfällen vor (z. B. brennendes Fahrzeug). Heute steht die „patientenorientierte“ Rettung im Vordergrund, um die verunfallte Person nicht noch mehr zu schädigen. Hierbei bilden Feuerwehr und Rettungsdienst ein Team, welches unter der Leitung der Feuerwehr steht.
  • Warum wird das Sondersignal abgeschaltet und die Fahrzeuge fahren weiter?

    Bis die ersten Kräfte vor Ort sind, geht die Feuerwehr immer vom schlimmsten Fall aus. Erst, wenn die ersten Kräfte an der Einsatzstelle angekommen sind und die Lage fachgerecht beurteilt werden konnte, können nachfolgende Kräfte abbestellt oder die Dringlichkeit reduziert werden.
  • Wie werden die Feuerwehrmänner über einen Einsatz informiert?

    Alle Feuerwehrleute der Feuerwehr Rodgau sind mit Funkmeldeempfängern ausgestattet. Das sind kleine Geräte (Pager), die zentral von der Leitstelle alarmiert werden. Der Feuerwehrmann hört einen so genannten Weckton, gefolgt von einer Durchsage.
  • Muss ich als Anrufer den Feuerwehreinsatz bezahlen?

    Wird die Feuerwehr in gutem Glauben alarmiert, es ist aber dann doch kein Einsatz nötig, trägt die entstandenen Kosten die Stadt Rodgau. Bei absichtlichen Fehlalarmierungen ist der Einsatz gemäß der Gebührenordnung der Stadt Rodgau zu bezahlen. Außerdem gilt: Menschenrettungen sind immer kostenfrei. Brandeinsätze sind kostenfrei, es sei denn, der vorsätzliche Brandstifter wird ermittelt. Hilfeleistungen wie z.B. Keller auspumpen oder das Absägen sturmgeschädigter Bäume und Äste sind kostenpflichtig. Diese werden jedoch in der Regel, bei entsprechendem Versicherungsschutz, von den Versicherungen übernommen.
  • Darf ein Feuerwehrmann im Einsatz besondere Rechte wahrnehmen?

    Ja! Nach dem HBKG (Hessisches Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz) hat er im Einsatz das Recht, die Grundrechte eines anderen Mitmenschen einzuschränken, wenn dies zur Abwehr einer Gefahr notwendig ist (z. B. Recht auf Eigentum, Unversehrtheit der Wohnung, Freiheit der Person, Freizügigkeit der Person sowie das Recht auf körperliche Unversehrtheit).
  • Warum gibt es so viele verschiedene Feuerwehrfahrzeuge?

    Früher war die Feuerwehr überwiegend mit dem Löschen von Bränden beschäftigt. Doch im Laufe der Zeit haben sich das Betätigungsfeld und die Zuständigkeit der Feuerwehr stark erweitert. Es werden viele verschiedene Gerätschaften, je nach Art des Einsatzes, benötigt. Diese können unmöglich auf einem Fahrzeug verlastet werden, denn das Fahrzeug muss weiterhin schnell und wendig sein, um nahezu überall hinzukommen.
  • Warum kommt es einem so lange vor, bis die Feuerwehr endlich eintrifft?

    Der abgesetzte Notruf wird in der Zentralen Leitstelle für den Landkreis Offenbach in Dietzenbach angenommen. Da wir eine Freiwillige Feuerwehr sind, ist unser Feuerwehrhaus nicht ständig besetzt. Nach der Alarmierung durch die Zentrale Leitstelle kommt der Feuerwehrangehörige von Zuhause, aus dem Bett, von der Arbeit oder auch vom Einkaufen und muss sich erst so schnell es geht zum Feuerwehrhaus begeben. Da er aber kein Wegerecht hat, so dass z. B. andere Verkehrsteilnehmer ihm Vorfahrt gewähren müssen, muss er sich an die geltenden Vorschriften halten. Vom Feuerwehrhaus wird dann gemeinsam mit Feuerwehrfahrzeugen die Einsatzstelle angefahren. Trotz alle dem dauert es selten länger als 10 Minuten, bis das erste Fahrzeug an der Einsatzstelle eintrifft. Leider kommt es einem wesentlich länger vor, wenn man händeringend auf Hilfe wartet.
  • Haben Feuerwehrmänner auch medizinische Kenntnisse?

    Jeder Feuerwehrmann muss an einen 16-stündigen Erste-Hilfe-Lehrgang teilnehmen. Außerdem haben einige Feuerwehrleute Zusatzausbildungen als Sanitäter. Zu Einsätzen mit Verletzten kommen in der Regel Notärzte, Rettungswagen oder -Hubschrauber mit entsprechendem Fachpersonal hinzu. Da die Rettungswachen in der Umgebung 24 Stunden besetzt sind, ist der Rettungsdienst meist vor der Feuerwehr vor Ort und versorgt die Verletzten.
  • Wie oft hat ein freiwilliger Feuerwehrmann Dienst?

    Ein freiwilliger Feuerwehrmann hat 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag Dienst. Wenn er von einem Einsatz erfährt, ist er verpflichtet daran teilzunehmen. Die Feuerwehr Rodgau trifft sich einmal in der Woche zum Ausbildungsdienst sowie zu verschiedenen Sonderausbildungen. Zusätzlich kommen Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene dazu.
  • Was ist der Unterschied zwischen einer Freiwilligen und einer Berufsfeuerwehr?

    Die BF besteht aus hauptamtlichen Mitarbeitern, die im Schichtdienst eine Feuerwache ständig besetzen, auf Einsätze warten und allgemeine Aufgaben im Rahmen des Wachbetriebes ausüben (z.B. in Schlauchwäsche, Fahrzeugwartung oder Verwaltung). Das ist ihr Beruf, dafür werden sie bezahlt.Die FF hat in der Regel nicht besetzte Feuerwehrhäuser und nach Eingang eines Notrufes werden über eine Zentrale Leitstelle die zuständigen Feuerwehrleute alarmiert, besetzen dann die Fahrzeuge im Feuerwehrhaus und rücken nun zum Einsatz aus. Diese Feuerwehrleute bekommen dafür kein Geld.
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