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Projekte in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Rodgau

 

Die „Helfende Hand“ ist ein Förderpreis, den der Bundesminister des Innern jährlich verleiht. Vollständig ausgeschrieben heißt die Auszeichnung: „Helfende Hand – Preis des Bundesministeriums des Innern zur Förderung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz“. Sie würdigt Ideen und Konzepte, die Menschen für ein Ehrenamt im Bevölkerungsschutz begeistern. Zudem belohnt der Preis Unternehmen, die den freiwilligen Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbildlich unterstützen. Unter der Beteiligung der Feuerwehr Rodgau wurde die  Claus-von-Stauffenberg-Schule für die Projekte „Hilfe zur Selbsthilfe“ (2010) und  Hilfe tut Not - schulbegleitende Rettungssanitäterausbildung (2013) ausgezeichnet.

 

 

Feuerwehr-Ausbildung zwischen allgemeinbildender Schule und Praxis

Im Kreis Offenbach und der Stadt Rodgau geht man neue Wege in der  Einsatzkräftegewinnung und bei der Jugendarbeit im Bereich des Bevölkerungsschutzes und der Katastrophenhilfe: An einer allgemeinbildenden weiterführenden Schule wird seit dem Jahr 2007 mit großem Erfolg ein Modellprojekt mit einem abgestuft aufgebauten feuerwehr- und sanitätstechnischen Ausbildungsprogramm durchgeführt. Im Beitrag stellen wir das Projekt, dessen Hintergründe sowie die bisher gemachten Erfahrungen vor.

Der Kreisfeuerwehrverband ist der Dachverband der 29 Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Offenbach. Für die ca. 350.000 Einwohnern des Kreises stehen rund 1.600 aktive Feuer­wehr­männer und -frauen zur Verfügung. Hierzu trägt die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rodgau (rund 47.000 Einwohner) mit etwa 200 Einsatzkräften bei. Durch ihre unmittelbare Nachbarschaft zum internationalen Großflughafen Frankfurt am Main und ihre zentrale Lage im Ballungsraum Rhein-Main sind die Aufgabenbereiche, denen sich die Feuerwehreinsatzkräfte stellen müssen, vielfältig und anspruchsvoll. Der bisher noch »gesunden« Einsatzkräfteentwicklung stehen die bekannten, sich nachteilig auswirkenden Entwicklungstendenzen des modernen Arbeitslebens und der Gesellschaft entgegen.

Kreis- und Stadtverband antworteten hierauf in den vergangenen Jahren mit einem bundesweit  beachteten und vom Bundesinnenministerium (BMI) und dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV) prämierten Modellprojekt: einem abgestuft aufgebauten feuerwehr- und sanitätstechnischen Ausbildungsprogramm an einer allgemeinbildenden weiterführenden Schule.

Die curricularen Grundlagen hierfür bilden die Ausbildungsvorschriften der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel (HLFS) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die an die Erfordernisse des Schulbetriebs angepasst wurden. So werden beispielsweise die abschließenden theoretischen und praktischen Prüfungen in Übereinstimmung mit der Feuerwehr-Dienstvorschrift (FwDV) 2 direkt vor Ort vom Kreisbrandinspektor bzw. vom Ausbildungsleiter der DRK Rettungsdienst Offenbach GmbH abgenommen.

Seit dem Jahr 2007 ermöglicht diese Vorgehensweise den Schülern der Claus-von-Stauffenberg-Schule, einer gymnasialen Oberstufenschule des Kreises Offenbach in Rodgau, sich im Rahmen des »Grundlehrgangs der Freiwilligen Feuerwehren « und des Feuerwehrsanitäter-Lehrgangs schulbegleitend über einen Zeitraum von anderthalb Schuljahren in rund 250 Unterrichtsstunden zu  qualifizieren. In Zeiten, in denen die Feuerwehr an die Grenzen des Ehrenamts stößt, Feuerwehren aufgelöst oder zusammengelegt und die ersten Pflichtfeuerwehren einberufen werden, wird damit hinsichtlich der gesellschaftlichen Verankerung und Nachwuchsförderung der Freiwilligen Feuerwehr auf konstruktive Weise ein neuer Weg beschritten.

 

Lesen Sie mehr über die Projekte: Hilfe tut Not - schulbegleitende Rettungssanitäterausbildung Hilfe zur Selbsthilfe

 

 

 

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