Ein heftiges Unwetter hat am 18. August 2019 im Rhein-Main-Gebiet Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Im Stadtgebiet Rodgau wurde ein 68-jähriger Fahrradfahrer unter einem umstürzenden Baum eingeklemmt. Der Rettungseinsatz gestaltete sich sehr aufwendig, er wurde unter extremsten und lebensgefährlichen Bedingungen durchgeführt und die Einsatzkräfte bis an ihre Leistungsgrenze gefordert.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab an diesem Tag bereits sehr früh eine Unwetterwarnung mit Sturmböen bis hin zu Unwettern mit Orkanböen, Starkregen und Hagel heraus. Die Warnmeldungen wurden ab 17.50 Uhr in immer kürzeren Abständen nach oben korrigiert. Etwa zu dieser Zeit erreichte das Sturmtief „Bernd“ die westlichen Gemeinden im Landkreis Offenbach.

Um 19:00 Uhr erfolgte durch die Leitstelle Dietzenbach eine zusätzliche Alarmierung für die Standortfeuerwehr Rodgau-Mitte zu einer unter einem Baum eingeklemmten Person. Da zu diesem Zeitpunkt die Fahrbahnen noch nicht vollständig frei geräumt waren, begaben sich die Einsatzkräfte zu Fuß in die angegebene Richtung. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass sich die Einsatzstelle auf der anderen Seite der Bundesstraße 45 befinden musste. Dieser Bereich ist nur über eine Fußgängerbrücke zu erreichen. Auf dieser Seite der Bundesstraße befinden sich ein Tennisplatz, der Kleintierzuchtverein sowie der Hundeverein, welcher noch eine größere Rolle im Verlauf des Einsatzes spielen sollte.

Bis zum Eintreffen der ersten Einsatzkräfte dauerte es aufgrund der massiv erschwerten Bedingungen eine kleine Ewigkeit — tatsächlich vergingen zwischen Alarmeingang und Ankunft der ersten Kräfte an der Einsatzstelle aber nur fünf Minuten. Die Feuerwehrangehörigen befreiten den eingeklemmten Radfahrer. Der Abtransport gestaltete sich indes als schwierig. Die einzige Möglichkeit bestand darin, den Verletzten direkt durch den Wald auf die Bundesstraße zu transportieren. Zu allem Überfluss näherte sich eine zweite Unwetterfront. Letztlich wurde die nahe Hütte des Hundevereins als Schutzunterkunft gewählt. Glücklicherweise war die zweite Gewitterfront schnell vorbeigezogen und die Einsatzkräfte bahnten sich durch das Gewirr von umgestürzten Bäumen ihren Weg in Richtung Bundesstraße. Von der Bundestraße wurden die insgesamt drei Verletzten in nahegelegene Kliniken transportiert. In der Schlussbetrachtung können alle Beteiligten deshalb von Glück reden, dass nicht weitere Verletzte zu beklagen waren.

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